In der Nähe der Innen­stadt, maxi­mal vier Bus­hal­te­stel­len von ihr ent­fernt, liegt der Stadt­teil Essen Fril­len­dorf. Im Osten grenzt Fril­len­dorf an Kray, im Nor­den an Schon­ne­beck und Stop­pen­berg, im Süden an Huttrop und im Wes­ten an das Ost­vier­tel der Esse­ner Innen­stadt. Hier bestimm­te der frü­he­re Berg­bau die Vergangenheit.

Erst Mit­te der Acht­zi­ger­jah­re wur­de der Kum­pel­weg aus dem Stra­ßen­ver­zeich­nis der Stadt Essen ent­fernt, wegen der Errich­tung von Neu­bau­ten und Umge­stal­tung des öffent­li­chen Rau­mes. Mit sei­nen ca. 6000 Ein­woh­nern zählt Fril­len­dorf zu den klei­ne­ren Stadt­tei­len Essens. In den ehe­ma­li­gen Gebäu­den der Zeche Köni­gin Eli­sa­beth befin­den sich heu­te Künst­ler­ate­liers. In dem unter Denk­mal­schutz ste­hen­den Gebäu­de sind auch eini­ge Woh­nun­gen entstanden.

Essen Frillendorf

Leben in Frillendorf

Das Gewer­be­ge­biet Ernes­ti­ne ist das größ­te der Stadt Essen. Der Stadt­teil ist auch bei den Auto­fah­rern sehr beliebt, denn der TÜV hat hier sei­nen Stand­ort. Einen rich­ti­gen Orts­kern besitzt Fril­len­dorf nicht, aber eini­ge net­te Restau­rants und gute Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten für den täg­li­chen Bedarf.

Wer es ruhig mag und auch ger­ne im Grü­nen spa­zie­ren geht, wird die Sied­lung an der Grün­an­la­ge Han­ge­tal zu schät­zen wis­sen. In Essen Fril­len­dorf gibt es vie­le Ein­fa­mi­li­en­häu­ser und klei­ne­re Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser mit gro­ßen Gär­ten. Beson­ders am Bahn­damm Rich­tung Bochum sind eini­ge Klein­gar­ten­ver­ei­ne ange­sie­delt. Nur im äußers­ten Nor­den von Fril­len­dorf ent­stan­den eini­ge nicht sehr attrak­ti­ve Hochhäuser.

Grund­schu­le

Durch den Zusam­men­schluss der Fril­len­dor­fer Schu­le und der katho­li­schen Karl-Bor­ro­­mä­us-Schu­­le wur­de die Regen­bo­gen­schu­le gegrün­det, die als Grund­schu­le fungiert.

Ver­kehrs­si­tua­ti­on in Essen Frillendorf

Durch Fril­len­dorf ver­lau­fen eini­ge Bus­li­ni­en: 154, 155, 160, 161, 166 und die Spur­bus­li­nie 146 auf einer eige­nen Fahr­spur in der Mit­te der Bun­des­au­to­bahn 40. Das Auto­bahn­drei­eck Essen-Ost der Auto­bahn 40 (der Ruhr­schnell­weg) und der A52 lie­gen zum Teil in Essen Fril­len­dorf. Auf­grund eines hef­ti­gen Bür­ger­pro­tes­tes wur­de der Auto­bahn­an­schluss grund­le­gend ver­än­dert und an eini­gen Stel­len zurück­ge­baut. Jetzt gibt es eine kom­bi­nier­te Auf- und Abfahrt cir­ca einen Kilo­me­ter wei­ter öst­lich Rich­tung Kray.

Zur Geschich­te des Stadtteils

Urkund­lich erwähnt wur­de Fril­len­dorf erst­ma­lig in den Vog­tei­rol­len des Gra­fen Fried­rich von Isen­­­burg-Alte­­na im Jahr 1220. Der Graf besaß das Vog­tei­recht für unge­fähr 900 Höfe im Stift Essen. Fril­len­dorf war eine Bau­ern­schaft. Im Jahr 1808 gehör­te Fril­len­dorf zur neu gebil­de­ten Muni­zi­pa­li­tät (Stadt­ob­rig­keit) Alten­es­sen, die 1813 zur Bür­ger­meis­te­rei wur­de. 1874 trenn­ten sich die Bür­ger­meis­te­rei­en und sind seit­dem die eigen­stän­di­gen Stadt­tei­le Stop­pen­berg und Frillendorf.

Was gibt es in Essen-Fril­­len­­dorf zu sehen

Der Was­ser­turm

Auf­grund der Berg­bau­tä­tig­keit herrsch­te um die Jahr­hun­dert­wen­de in Fril­len­dorf und benach­bar­ten Stadt­tei­len eine aku­te Was­ser­knapp­heit. Der im Jahr 1907 an der heu­ti­gen Ernes­ti­nen­stras­se errich­te­te Was­ser­turm wur­de zwar abge­ris­sen, aber an glei­cher Stel­le wur­de im Jahr 1925 ein neu­er errich­tet, der auch heu­te noch bei dro­hen­der Was­ser­knapp­heit zum Ein­satz kommt

Die Kir­che des hei­li­gen Schutzengel

Zwar wur­de in der Kir­che schon das Weih­nachts­fest im Jahr 1924 gefei­ert, aber der Kirch­turm der Kir­che wur­de erst im Jahr 1958 fer­tig. Die denk­mal­ge­schütz­te Kir­che war die ers­te Kir­che im Bis­tum Köln, die nicht im neu­go­ti­schem oder neu­ro­ma­ni­schen Stil errich­tet wur­de. Es han­delt sich bei der Kir­che um einen ech­ten Backsteinbau.

Zeche Köni­gin Elisabeth

Von der Zeche selbst ist nichts mehr zu sehen, als ein Betriebs­ge­bäu­de aus der Zeit vor dem Ers­ten Welt­krieg, das zum Schacht Emil gehör­te und mit Künst­ler­ate­liers aufwartet.

Der Stop­pen­ber­ger Bach

An der Eli­sa­beth­stra­ße beginnt sei­ne offe­ne Füh­rung bis zur Ber­ne, die dann in die Emscher fließt. Noch wird er von städ­ti­schem Abwas­ser gespeist, aber nicht mehr lan­ge. Der Stop­pen­ber­ger Bach wird, wie alle Gewäs­ser des Emscher­sys­tems auch, bald wie­der sau­be­res Was­ser füh­ren, da die Abwäs­ser in einen unter­ir­di­schen und par­al­lel lau­fen­den Kanal gelei­tet werden.

Auf die Lage kommt es an

Der Stadt­teil Fril­len­dorf hat ohne Zwei­fel traum­haf­te Ecken, viel Grün und genü­gend Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten. Der Stadt­teil hat aber auch die A40 und die A52 direkt vor der Tür. Bei Anmie­tung einer Woh­nung soll­te als Besich­ti­gungs­ter­min immer die soge­nann­te ‑Rush-Hour-Zeit gewählt wer­den. Wenn das nicht mög­lich sein soll­te, ein­fach die Erfah­rung mal selbst machen und mit dem Pkw oder ÖPNV zur Adres­se fah­ren, um sich ein Bild von der Laut­stär­ke der Wohn­um­ge­bung zu machen. Auf die Lage kommt es an.

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